{"id":4696,"date":"2020-03-27T20:02:16","date_gmt":"2020-03-27T19:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sankt-josef-es.de\/wpstes\/?p=4696"},"modified":"2026-04-26T16:56:08","modified_gmt":"2026-04-26T14:56:08","slug":"sonntagsandacht-fuer-den-29-maerz-2020-5-fastensonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sankt-josef-es.de\/wpstes\/2020\/03\/27\/sonntagsandacht-fuer-den-29-maerz-2020-5-fastensonntag\/","title":{"rendered":"Sonntagsandacht f\u00fcr den 29. M\u00e4rz 2020, 5. Fastensonntag"},"content":{"rendered":"<p>Die Andacht kann <a href=\"https:\/\/www.sankt-josef-es.de\/wpstes\/wp-content\/uploads\/Neuigkeiten\/20200326SoAndacht\/DenSonntagfeiern29_03.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a> heruntergeladen werden.<\/p>\n<h2>Trauen wir Gott mehr zu&#8230;<\/h2>\n<figure style=\"margin-right: 10px; margin-top: 10px; float: left; text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sankt-josef-es.de\/wpstes\/wp-content\/uploads\/Neuigkeiten\/20200326SoAndacht\/DenSonntagfeiern29_03.jpg\" alt=\"\" \/> \u201eDer gute Hirt von V\u00e9zelay\u201c,<br \/>\nKapitell in der Basilika Sainte Madeleine.<\/figure>\n<p><strong>Kreuzzeichen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lied<\/strong><\/p>\n<p>z.B. Gotteslob 456 (Herr, du bist mein Leben)<\/p>\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p>Barmherziger Gott, heute bitte ich dich, bleib an meiner Seite, wenn mein Weg schwierig wird. Gib mir Vertrauen, St\u00e4rke und das sichere Gesp\u00fcr f\u00fcr einen guten Weg in meine Zukunft. Darum bitte ich dich durch deinen Sohn, Jesus Christus, der mit dir lebt und Leben schenkt in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n<p><strong>Evangelium vom 5. Fastensonntag (Lesejahr A)<\/strong><\/p>\n<p>Joh 11,1-45 oder<br \/>\nJoh 11, 3-7.17.20-27.33b-45 (Kurzfassung)<\/p>\n<p><strong>Impuls: Trauen wir Gott mehr zu!<\/strong><\/p>\n<p>Trauen wir Gott mehr zu! Das ist f\u00fcr mich die Kernaussage dieses Sonntagsevangeliums. Das vorliegende Evangeliumserz\u00e4hlung von der Auferweckung des Lazarus ist reichhaltig und b\u00f6te viele weitere Ankn\u00fcfpungspunkt. Trotzdem soll der folgende Impuls eine Ermutigung in diese Richtung sein &#8211; Trauen wir Gott mehr zu! &#8211; und eine Verbindung zu dem Bild auf der Vorderseite, auf dem Jesus Judas auf den Schultern tr\u00e4gt, beleuchten.<\/p>\n<p>Trau Gott mehr zu! Diese Aufforderung wird schon zu Beginn des vorliegenden Evangeliums deutlich, im Genaueren in der erstmal irritierenden Aussage Jesu \u00fcber den Tod seines Freundes Lazaraus:<\/p>\n<p>\u201eDiese Krankheit wird nicht zum Tod f\u00fchren, sondern dient der Verherrlichung Gottes\u201c. \u201eWie bitte?\u201c, w\u00e4re da meine erste Reaktion. Hat Jesus nicht verstanden, was da grade passiert ist. Die Rede von der Verherrlichung kann in diesem Moment, in dem emotional bei Vielen sicherlich die schmerzliche Trauer \u00fcber den Verlust eines geliebten Menschen \u00fcberwiegt, f\u00fcr manchen vielleicht sogar unangemessen oder geistlich verkl\u00e4rt wirken. Doch Jesu Botschaft ist weder weltfremd noch verkl\u00e4rt. Sie ist klar und eindeutig und sagt uns: Gott kann viel mehr als wir ihm oft zutrauen. Die Rolle Jesu dabei ist, dass durch ihn diese Kernbotschaft deutlich, sichtbar, konkret wird. Jesus ist sozusagen das bevorzugte Medium Gottes, durch das er seine besondere Macht offenbart. In der Erz\u00e4hlung ist ganz eindeutig, dass Gott der Handelnde ist. Es ist Gott, der \u2013 durch Jesus &#8211; Lazarus auferweckt (\u201eJesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erh\u00f6rt hast.\u201c). Damit tritt der Auftrag Jesu in dieser Evangeliumserz\u00e4hlung besonders klar zutage: Zu bezeugen, Gott kann mehr. Mehr als wir ihm oft zutrauen. Jesus erinnert uns im heutigen Evangelium daran und st\u00f6\u00dft damit auch uns an, Gott in unserem eigenen Leben wieder mehr zuzutrauen. In diesem Sinne l\u00e4sst sich auch seine etwas forsch wirkende Zurechtweisung an Marta zu verstehen: \u201eHabe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?\u201c Die Aufforderung an Marta ist also: Lass Gott doch in deinem Leben wieder mehr Spielraum! Nehmen wir diesen Impuls aus dem Evangelium heute auch f\u00fcr unser eigenes Leben, unsere eigene Situation mit: Zu fragen, wo kann ich Gott in meinem Leben mehr zutrauen?<\/p>\n<p>Grade in dieser Zeit, die uns \u00e4u\u00dferlich stark beschr\u00e4nkt, kann das ein hilfreicher Impuls sein, um eine innere Weite und Freiheit zu erlangen: Hilfreich kann er beispielsweise sein in dieser belastenden, weil unbekannten Zeit der aktuellen Corona-Krise. Er kann helfen, sie bewusst auszuhalten und sich bei aller Ernsthaftigkeit der Lage nicht von der Angst leiten zu lassen. Er kann helfen in dem Zuspruch, dass wir nicht allein sind. Vertrauen wir darauf: Gott geht mit, egal was kommt. In so einer Haltung k\u00f6nnen wir in dieser Zeit auch Hoffnung und Zuversicht f\u00fcr andere ausstrahlen.<\/p>\n<p>Hilfreich kann der Impuls aber auch mit Blick auf unsere Verstorbenen sein: Trauen wir Gottes Zusage! Sprechen wir es nicht nur \u2013 wie z.B. im Glaubensbekenntnis &#8211; aus, sondern trauen wir Gott auch wirklich zu, dass unsere Verstorbenen nun ganz bei ihm, in seiner grenzenlosen und \u00fcber das irdische Leben hinausreichenden Gegenwart leben!<\/p>\n<p>Hilfreich kann der Impuls, Gott mehr zuzutrauen aber auch mit Blick auf die Frage nach Vers\u00f6hnung und Neuanfang sein. Erfahrungen von scheinbar unl\u00f6sbarem Streit oder scheinbar unverzeihbarer Dinge \u2013 seien sie von uns selbst zugef\u00fcgt oder uns zugef\u00fcgt worden \u2013 sind Teil des Leben vieler (mir bekannter) Menschen. Im Folgenden m\u00f6chte ich Sie einladen, mit Blick auf diese gro\u00dfen oder weniger gro\u00dfen \u201edunklen Flecken\u201c in Ihrem Leben auf Gott zu schauen. Schauen Sie dazu auf die \u201eSeite\u201c Gottes, wo er sich mit seiner grenzenlosen Barmherzigkeit zeigt. Um das leichter umsetzen zu k\u00f6nnen, habe ich Ihnen ein Bild von einem besonderen Kapitell mitgebracht. Es stammt aus der Kathedrale Sainte Madeleine in dem Ort V\u00e9zelay (Frankreich). Es ist auf den ersten Blick kaum erkennbar, weil ziemlich weit oben an einer S\u00e4ule angebracht. Doch was es zeigt, ist unglaublich ermutigend und revolution\u00e4r: Jesus tr\u00e4gt darauf Judas auf den Schultern. Und er tr\u00e4gt ihn nicht einfach so, sondern er tr\u00e4gt ihn \u201enach Hause\u201c, er selbst tr\u00e4gt Judas zu \u201eGott-Vater\u201c. Eigentlich ein v\u00f6llig undenkbarer Gedanke, denn \u00fcber Judas ist nur Weniges geschrieben, dies aber gilt traditionell als klar: Er ist verloren. F\u00fcr ihn kann es keine Rettung geben (\u201eWeh dem Menschen, durch den er [Jesus] verraten wird.\u201c (Lk 22,22). Aber auch hier ist die Botschaft dieses Kapitells dieselbe wie im Evangelium: F\u00fcr Gott ist mehr m\u00f6glich! An Jesus, der Judas tr\u00e4gt, wird deutlich, dass f\u00fcr Gott nicht einmal Judas verloren sein muss. Gott kann mehr. Selbst Judas retten.<\/p>\n<p>Ich lade Sie nun ein, das obige Bild ein paar Minuten zu meditieren und es auf sich wirken zu lassen. Wenn es Ihnen m\u00f6glich ist, h\u00f6ren Sie sich dazu ein meditatives St\u00fcck an, beispielsweise das Lied \u201eDans nos obscurit\u00e9s\u201c aus Taiz\u00e9.<\/p>\n<p><strong>&#8211; ca. 3-5 Minuten Bildbetrachtung &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>Zum Abschluss m\u00f6chte ich die Botschaft des Kapitells nochmals auf uns und unser Leben \u00fcbertragen: Vielleicht gibt es Verfehlungen in unserem Leben, die uns unverzeihlich, unvergebbar erscheinen. Vielleicht gibt es Schuld, mit der wir uns arrangiert haben, auch weil sie schon lange zur\u00fcckliegt. F\u00fcr Gott ist nichts unm\u00f6glich, nichts unvergebbar \u2013 auch nach noch so langer Zeit nicht. Bitten wir ihn darum. Bitten wir ihn (erneut) um Vergebung und einen Neuanfang. Papst Franziskus ermutigt uns dazu, wenn er sagt: \u201eGott wird es nie m\u00fcde, uns zu vergeben, nie! [&#8230;] doch wir werden bisweilen m\u00fcde, die Vergebung zu erbitten\u201c1.<\/p>\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p>Herr, erbarme dich aller, die umkehren und neu anfangen wollen.<\/p>\n<p>Wir danken dir, dass du von Schuld und S\u00fcnde<\/p>\n<p>befreist und Vergebung schenkst.<\/p>\n<p>Ermutige uns, einander die Schuld zu verzeihen.<\/p>\n<p>Lege deine Gedanken der Vers\u00f6hnung in unser Herz,<\/p>\n<p>damit wir zueinander und zu dir finden.<\/p>\n<p>Mache uns zu Zeugen deiner Barmherzigkeit.<\/p>\n<p><strong>Vater unser<\/strong><\/p>\n<p><strong>Segen<\/strong><\/p>\n<p>Herr, ich bitte dich:<\/p>\n<p>Segne uns und alle, die mir\/uns wichtig sind und an die ich\/wir denken.<\/p>\n<p>Darum bitte ich dich, allm\u00e4chtiger und barmherziger Gott,<\/p>\n<p>durch deinen Sohn Jesus Christus im Heiligen Geist.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Andacht kann hier heruntergeladen werden. Trauen wir Gott mehr zu&#8230; \u201eDer gute Hirt von V\u00e9zelay\u201c, Kapitell in der Basilika Sainte Madeleine. Kreuzzeichen Lied z.B. 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